Meteore mit einer TV-Antenne beobachten

Referent: Dr. Erik Wischnewski, Astrophysiker und Buchautor, Kaltenkirchen

Ein Staubteilchen aus dem Weltall stürzt mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde, erhitzt und ionisiert einen schmalen Luftkanal und wir sehen eine Sternschnuppe, natürlich nur nachts und wenn der Himmel wolkenfrei ist. Doch die Luft entlang des Meteors bleibt bis zu mehreren Minuten ionisiert und reflektiert währenddessen Radiostrahlung. Mit einer kleinen preiswerten TV-Antenne können wir die Meteorechos der Radarwellen eines entfernten Senders empfangen, und zwar das ganze Jahr auch tagsüber.

Im Vortrag erläutert der Astrophysiker Dr. Erik Wischnewski in seiner lebhaften und lockeren Art das Phänomen Meteor und wie man sie radioastronomisch rund um die Uhr beobachten kann, während parallel auf einem zweiten Notebook der Himmel überwacht wird, ob sich das Echo einer Sternschnuppe die Ehre gibt.

Dr. Wischnewski ist ein bekannter Autor und publiziert seit 1980 astronomische Fachbücher. Im Anschluss an den Vortrag besteht die seltene Gelegenheit, zwei seiner Bücher mit Widmung des Autors zu erwerben. Sein „opus magnum“ (Astronomie in Theorie und Praxis) ist allerdings schon wieder vergriffen, es kann aber die Jubiläumsausgabe in exklusiver Sonderausstattung vorbestellt werden, selbstverständlich auch mit Widmung. Das Buch erscheint im Sommer dieses Jahres.

Unser Weltall – Zufall oder Schöpfung?

Achtung: Vortragsthema und Referent geändert!

Referent: Volkmar Andres, ASL

Die Struktur unseres Weltalls wird durch vier Naturkonstanten bestimmt. Ganz geringe Änderungen dieser Konstanten würden ein chaotisches Weltall zur Folge haben, das für das Leben völlig ungeeignet wäre.

Ist es nun ein Zufall, dss alles so gut zueinander passt, oder ist ein Schöpfer am Werk gewesen?


Der ursprünglich geplante Vortrag von Dr. Ulrich Bayer, „Unsere kosmische Adresse“, wird auf das Herbst-Winter Programm 2023/24 verschoben.

Der Wunderblick des James-Webb-Weltraumteleskops: Schwarze Löcher, Exoplaneten und der Urknall

Referent: Dirk Lorenzen, Wissenschaftsjournalist und Buchautor

Seit etwas mehr als einem Jahr befindet sich das James-Webb-Teleskop im Weltraum. Gut 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt hat es einen perfekten Infrarot-Blick in die Tiefen des Kosmos: Ob ferne Galaxienhaufen, schillernde Gas-
und Staubwolken, Jupiter und Neptun oder Planeten bei fernen Sternen – stets zeigt James Webb bisher ungeahnte Details. Schon suchen die Astronominnen und Astronomen nach den ersten Sternen und Galaxien, die sich nur einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall gebildet haben. Verrät sich dabei sogar die
rätselhafte Dunkle Materie?
Bereits jetzt steht fest: Mehr als 15 Jahre Verzögerung und fast 10 Milliarden Dollar Kosten haben sich gelohnt. Der perfekte Start mit einer Ariane-5-Rakete hat die Missionsdauer mal eben von 10 auf 20 Jahre verdoppelt. Doch Mikrometeoriten, die die Spiegelsegmente treffen, bereiten den Fachleuten etwas Sorge.
In diesem Vortrag erklärt der Wissenschaftsjournalist und Buchautor Dirk Lorenzen (Sternzeit/Deutschlandfunk) anhand atemberaubender Bilder, wie James Webb eine neue Ära der Astronomie begründet und was von dem „Wunderteleskop“ noch zu
erwarten ist.

Bild: NASA

Exploring Space – Die Erforschung des Alls

Referent: Marco Stromeyer, Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.

Sie tragen Namen berühmter Persönlichkeiten der Antike, oder gar derer Götter wie Plato, Euklid und Artemis. Manche tragen kryptische Namen wie Juice oder Dart. Ihre Ziele sind die Sonne, der Mond und die großen Monde unserer Gasriesen. Auch Kometen und Asteroiden stehen auf dem Flugplan.
Selbst von einer Rückkehr von Menschen zum Mond ist die Rede.

Das angebrochene Jahrzehnt wartet mit einer Vielzahl spannender Weltraummisionen auf. Wir geben

einen Überblick über die spannendsten aktuellen und zukünftigen wissenschaftlichen Missionen.

Die eWende – Wie die Energiewende gelingt

Referent: Prof. Dr. Robi Banerjee, Theoretische Astrophysik an der Universität Hamburg

Um den dramatischen Klimawandel und die Erderwärmung durch den vom Menschen verursachten Eintrag von Kohlendioxid in die Atmosphäre aufzuhalten, ist es notwendig, unseren Energiebedarf
vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken.

Selbst unser dichtbesiedeltes und hochindustrialisiertes Land könnte sich energieautark mit Sonne und Wind versorgen. Dies erfordert zwar ein außerordentliches Infrastrukturprogramm, ist aber keine unlösbare Herkulesaufgabe und schon gar nicht unbezahlbar teuer.

Im Gegenteil: Die Umstellung der gesamten Energieveesorgung auf „grünen“ Strom zahlt sich schon nach kurzer Zeit aus, verschafft der Bundesrepublik mehr Handlungsspielraum und trägt zur sozialen Gerechtigkeit bei.

Die Energiewende muss eine eWende sein, d. h. der gesamte Energiebedarf wird in Form von Elektrizität gedeckt und alle Verbräuche, sei es für die Mobilität, für das Heizen oder für industrielle Prozesswärme werden durch eTechnik umgesetzt.

Die kosmische Entfernungsleiter

Referentin: Dr. Regina Orzekowsky-Schroeder, Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.

Die Entfernung der Sterne und Himmelsobjekte spielt eine zentrale Rolle für unser Verständnis vom Universum. Doch wie können wir bestimmen, wie weit ein Objekt von uns entfernt ist? Welche Anstrengungen und Entdeckungen waren dazu nötig? Dieser Vortrag möchte Ihnen einen Überblick über die “kosmische Entfernungsleiter” und die Geschichte ihrer Entdeckung geben.

Neue Welten entdecken

Referentin: Isabel Möllner, Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.

„Wo bin ich jetzt eigentlich genau?“ oder „Wie komme ich dahin, wo ich hin möchte?“

Diese Fragen oder ähnliche hat sich bestimmt schon jeder gestellt, der an einem bisher unbekannten Ort war.

Heute helfen uns Apps auf dem Smartphone, aber die gibt es erst seit einigen Jahren. Wie kann man jemandem einen Weg beschreiben? Woher weiß ich, wie hoch ein Berg ist? Wie messe ich eine Entfernung auf dem Wasser? Und wie geht das: etwas ganz Neues zu entdecken?

Diese Fragen haben sich die Menschen durch alle Zeitalter gestellt und versucht, sich eine genaue Vorstellung ihrer Umgebung zu machen.

Die Suche nach neuen Welten geht auch heute noch weiter, jetzt im Weltraum.

Bei einer kleinen Reise durch die Zeit entdecken wir, wie die Menschheit nach und nach ihre Umgebung entdeckt hat und welche Schwierigkeiten und Lösungen sich dabei ergeben haben.

Wie man sich zurechtfinden kann und welche Hilfsmittel dabei helfen, das wollen wir uns heute zusammen ansehen.

Sonne, Erde, Mond – und was noch?

Referent: Michael Landt, Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.

Kommt mit auf eine spannende Reise durch unser Sonnensystem. Wir sehen die Sonne, unseren Mond und natürlich die Erde, auf der wir leben.

Aber was finden wir außerdem? Was benötigen wir, um die Objekte zu sehen?

Asterix und Olbelix haben Angst, dass Ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Kann das wirklich geschehen, oder ist es schon passiert?

Diese interessanten Fragen wollen wir heute gemeinsam beantworten.

Öffentliche Beobachtung des Nachthimmels

Öffentliche Beobachtung des Nachthimmels über Lübeck durch die Teleskope der Sternwarte.

Die Veranstaltung ist wetterabhängig und findet im Freien Statt. Bitte denken Sie an geeignete Kleidung!

Der Zugang zum Beobachtungsturm erfolgt über eine steile Leiter.
Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität stehen Teleskope ebenerdig bereit.

Bei starkem Besucherandrang ist mit Wartezeiten zum Betreten der Kuppel des Beobachtungsturms zu rechnen.

Bei Niederschlag oder starker Bewölkung kann leider keine Beobachtung stattfinden. Die Sternwarte ist trotzdem geöffnet.

Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich.

Wir freuen uns über eine kleine Spende.